Unser Fragen ABC

A

„Alle zusammen“ :

„Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern." Ein kleiner aber für uns bedeutender Schritt ist sich für ein zwei Nutzungshuhn einzusetzen - das bedeutet sich zu informieren und zu handeln. Wir haben Information und Ideen zusammengetragen, damit Sie mit uns einen kleinen Schritt weiter gehen: für ein zukunftsfähiges „Gesicht“ der Welt!

„Auslauf“:

Als ursprünglicher Waldbewohner liebt das Huhn Unterschlüpfe und kleine Büsche um sich darin vor Raubvögeln verbergen zu können. Es ist jedoch auch ein sehr treues Tier, welches sich ungerne weiter als 50 Meter von seinem Schlafbaum oder in unserem Fall Stall fortbewegt. Anders als Kühe oder andere Pflanzenfresser ist das Huhn ein Allesfresser welches in der Erde scharrt und dabei nach Insekteneiern oder Regenwürmer sucht. Durch dieses Futtersuchverhalten wird ein Hühnerauslauf überall in kürzester Zeit braun sein. Hühner lieben und brauchen zudem staubige Erde um ihr Gefieder zu pflegen. Der ideale Hühnerauslauf besteht also keineswegs aus einer offenen Rasenfläche. Echtes Wohlgefühl entsteht auf einer Fläche mit kleinen Hecken, Unterschlüpfen und hier und da einer trockenen Sand- oder Erdmulde.

B

„Bresse “ :

Die „Bresse“ ist eine Region in Mittelfrankreich. Hier werden die seit 1957 mit dem AOC Siegel (geschützte Herkunft) zertifizierten „Bresse Hühner“ (Poulet de Bresse) seit jeher gehalten. Da der Name Bresse Huhn eine geschützte Herkunftsbezeichnung ist werden diese Tiere außerhalb von der Region „Die Blauen“ oder „Les Bleues“ genannt. Das Besondere an diesen Tieren ist, dass sie sich sowohl für das Eierlegen als auch für die Mast halten lassen Sie sind eine sogenannte „Doppelnutzungsrasse“.

„Brüder und Schwestern“:

Wenn wir 20 Eier ausbrüten, so kann man damit rechnen, dass ca.10 weibliche Tiere und 10 männliche Tiere am Schlüpfen werden. Möchte man also einen Stall mit 20.000 Legehennen neu belegen, so brauchen wir 40.000 Küken wovon 20.000 Stück gleich nach dem Schlupf wieder aussortiert werden.

C

D

„Demeter“:

Die Erde ist für uns mehr als eine Ansammlung von Gesteinen und Mineralien. Sie ist ein lebendiger Organismus mit natürlichen Kreisläufen. Das bewundern wir und versuchen unsere Höfe im Einklang damit zu bewirtschaften.

E

„Eier Konsum“:

223 Eier isst der durchschnittliche deutsche Bürger, dass entspricht einer Legehenne und einem Legehennen- Bruder im Jahr.

F

„Federn“:

Die Federfarbe eines Huhnes zeigt nicht an welche Farbe seine Eier haben. Braune Hühner können demnach auch durchaus weiße Eier legen und andersherum auch.

G

H

„Hahn“:

Der Hahn spielt eine ganz wesentliche Rolle im Sozialverband einer Herde. Er führt die Hennen zu Futter und Wasserplätzen, zeigt ihnen mitunter auch einen guten Platz für die Eiablage und warnt vor Gefahren. Dies ist insbesondere bei freilaufenden Hühnern auch ein gewichtiger Grund für ihre Anwesenheit.

„Hofgut Rengoldshausen“

Der seit 80 Jahren biologisch- dynamisch bewirtschaftete Hof umfasst 135 ha Ackerland wovon ca. 25 ha gärtnerisch bewirtschaftet werden. Das Grünland wird von den 40 Braunvieh Milchkühen und deren Nachzucht beweidet.

„Hybrid“:

Ein sogenanntes „Hybridtier“ ist ein Tier, welches im Durchschnitt bessere oder schlechtere Leistungen als die Elterntiergeneration erbringt. Bezeichnend ist, dass dieser Effekt in der nächsten Generation wieder größtenteils verschwunden ist. Eine Nachzucht mit gleichbleibendem Leitungsniveau ist bei einer Hybridhenne also nicht ohne Weiteres möglich.

I

„Idee“:

Auf den Demeter zertifizierten Betrieben „Tannhof“ und „Hofgut Rengoldhausen“ sollen zum Frühjahr 2013 Hühnerküken mit Namen „Les Bleues“ aufgestallt werden. Hierbei sollen die männlichen Küken 4 Monate lang gemästet und die weiblichen Tiere 1,5 Jahre zum Eierlegen gehalten werden.

J

K

„Kikeriki“:

Das Krähen des Hahns hat verschiedene Bedeutungen. Es ist ein Balz-und Kampfschrei, wird verwendet um das Territorium zu verteidigen, er bedeutet auch manchmal „Hier ist ein Hahn“ oder „Ich bin noch da“ nach einer erlittenen Niederlage.

L

„Luftwesen":

Das Huhn ist ganz und gar ein Luftwesen. Es besitzt nicht nur die Möglichkeit zu Flattern und zu Fliegen sondern hat diese Luftverbundenheit bis in die poröse Knochenstruktur verinnerlicht. Auch äußerlich ist der Hühnervogel nicht durch die Haut in erster Linie mit der Welt in Kontakt, sondern durch die Feder mit ihrer feinen, luftdurchlässigen Struktur. Die Federn symbolisieren in der Indianerkultur die Gedanken und Verbindungen zum Himmel.

M

„Männliche Küken“:

warum machen wir diese Aktion? Weil wir das Vernichten der männlichen Legehennenküken für inakzeptabel halten und nach einer alternativen Rasse für die Eierproduktion suchen.

N

O

P

„Prototyp“:

Das Unterfangen hat zunächst einen Prototyp Charakter. Das bedeutet, es wird sich zunächst auf das Wesentlichste konzentriert und alles andere weggelassen. Langfristig ist geplant, auch die Brut der Tiere selber zu leisten um den Kreislauf auf dem Betrieb geschlossen zu halten. Der Prototyp dient dazu Erfahrungen in der Aufzucht der Legehennen und Masthühner zu erlangen, um dann in Zukunft diese Tiere in größerem Umfang halten zu können.

Q

R

S

„Sandbad“:

Ein Huhn liebt es im Sand zu baden. Es wählt sich hierfür eine geschützte, trockene Stelle aus, wo es den Boden aufscharren und nach Herzenslust im Staub baden kann. Dies ist einer der Gründe, warum ein Hühnerauslauf so schnell kahle und offene Stellen hat - also keine Sorge, das Huhn als Waldbewohner braucht keinen „Golfrasen“ um glücklich zu sein.

„Sehvermögen“:

Hühner haben ein vielfach besseres Sehvermögen als der Mensch. Sie nehmen alle Details wahr und können beispielsweise Leuchtstofflampen (105 Hz) flackern sehen. Hühner sehen ultraviolettes Licht und können Licht, das für uns Menschen weiß erscheint als rot oder blau erkennen. Hühner können aufgrund ihrer seitlich vom Kopf angeordneten Augen im Gegensatz zu uns Menschen fast völlig rundum blicken. Nur die Überschneidung zwischen beiden Augen ist gering.

T

„Tannhof“:

U

V

W

X

Y

Z

„Zucht“: Durch die Zucht und Weitervermehrung eines Tieres kann der Züchter entscheidende Dinge beeinflussen. Wir streben bei unserer Zucht ein gleichbleibendes Leistungsniveau sowohl in der Eierleistung als auch in der Mast an. Dies bedeutet, dass nur Tiere zur Zucht verwendet werden sollen die neben den vital Aspekten keine zu hohe und keine zu niedrige Leistung erbringen