Ein wunderschönes Hühnerleben

Der Vorfahre unseres Haushuhns ist das Bankiva Huhn, welches auch heute noch in Asien lebt. Auf Futtersuche, streift es den Tag über in kleinen Gruppen mit einem männlichen Anführer durch das Untergehölz im Wald. Es kennt seinen Gruppenanführer und weiß an welcher Stelle der Hackordnung es steht. Droht Gefahr, so verteidigt der Hahn seine Hennen und führt sie wenn es dämmert zu ihrem Schlafbaum zurück, in welchen sie zum übernachten hinaufflattern. Während der ersten warmen Frühlingtage, beginnt das Huhn mit dem Nestbau, es verwendet Äste und Blätter und legt bis zu 13 Eier in das mit Daunen ausgekleidete Nest. Nach ca. 21 Tagen schlüpfen die Küken und werden 5 Wochen lang von der Mutter geführt, bevor sie sich in die Herde integrieren.

…Aber!

Unser heutiges Nutzgeflügel hat mit dieser Idylle leider nur noch wenig zu tun. Meistens lebt es in großen Ställen mit vielen Tieren unter einem Dach. Auch auf Bio- Betrieben dürfen bis zu 3.000 Tiere in einer Gruppe gehalten werden. Selbstverständlich geht es Tieren in großen Tiergruppen nicht automatisch auch schlechter als in kleinen, es ist nur nicht unbedingt dass, was Sie sich als Kunden unter Bio- Haltung vorstellen oder?

…Warum ist es so weit davon entfernt?

Anfang des 19. Jahrhunderts krähten die Hähne noch auf dem Mist. Sie verschwanden aber bald mit dem Aufkommen der intensiven industriellen Landwirtschaft. Mit Mineraldüngern und maschinellen Möglichkeiten zur Bearbeitung des Bodens änderte sich auch die Tierhaltung nachhaltig. Um den ansteigenden Bedarf an Eiern zu decken, wurden die Hühner in Käfige gesperrt. Hierdurch konnte mit geringerem Arbeitseinsatz intensiver produziert werden.

Die Entwicklungen in den 60er Jahren brachten große züchterische Fortschritte zu Tage, so dass es Zuchtlinien nur für die Eierproduktion und Zuchtlinien nur für die Mast gab. Diese sogenannten „mast- oder lege- Hybriden“ bringen eine überdurchschnittlich hohe Leistung und sind daher sehr effizient. Leider ist es den Legehybriden aufgrund ihrer Genetik nur bedingt möglich auch Fleisch anzusetzen, sie bleiben eigentlich ihr ganzes Leben sehr mager. Daraus resultiert, dass die Brüder der Legehennen ebenfalls sehr schlank bleiben, egal wie lange man sie mästet. Sie sind, da sie ja auch keine Eier legen können tatsächlich unbrauchbar!

…Die 280 Millionen Schwestern ins Töpfchen die 280 Millionenen Brüder ins Kröpfchen...

… Gleich nach dem Schlupf werden die männlichen Tiere aussortiert und als Eintagsküken getötet! Wenn man bedenkt, dass bei jedem Schlupf 50% männliche Tiere schlüpfen, so macht das jährlich 280 Millionen „überflüssige“ männlichen Tieren allein in Europa aus. Doch nicht nur in Deutschland ist dieses Verfahren Routine; die Geflügelzucht wird weltweit von wenigen Unternehmen geleitet, welche alle Betriebe beliefern, die in größerem Umfang Geflügelhaltung betreiben.

Je nachdem um welche Ausgangs Rasse es sich handelt, werden die Tiere nach dem Schlupf zu einem Mäster oder auf einen Legehennenaufzuchtbetrieb gebracht.

Erst hier trennen sich die Wege einer biologischen von einer konventionellen Legehenne. Biologisch zertifizierte Tiere werden nach den Richtlinien der EU- Öko-Verordnung aufgezogen und gefüttert. Ihnen wird weder der Schnabel gestutzt noch werden sie in Käfige gesperrt. Außerdem müssen sie Zugang zu offenem Gelände haben.

Das wollen wir so nicht mitmachen…

Dachten wir uns und entschlossen kurzerhand das Unterfangen zu starten um uns nach Alternativen umzuschauen. Wir haben nicht den Anspruch die Ideallösung für alle Betriebe und Verbraucher zu präsentieren, wir wollen es nur so machen, dass wir voller Überzeugung hinter unseren Produkten stehen und sagen können: „Wir haben unser Bestes versucht und das ist dabei heraus gekommen!“

MACHEN SIE MIT WEIL´S GUT ISST!